
Unsere Startnummer 25: Audi 100 Coupé S aus 1972
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Der Auftakt: Check-in und technischer Kult in Seeheim-Jugenheim
Das logistische und emotionale Hauptquartier der Tour war das moderne Lufthansa Seeheim (Configuration Center) in Seeheim-Jugenheim. Am Donnerstag, den 4. Juni, füllte sich das Areal schnell mit einem faszinierenden Teilnehmerfeld. Neben den klassischen Vorkriegs- und Nachkriegs-Oldtimern bereicherten in diesem Jahr auch eine feine Auswahl an Youngtimern das Starterfeld – eine Bereicherung für jede Youngtimer-Tour, die zeigt, wie fließend die Begeisterung für das blecherne Kulturgut über die Generationen hinweg ist.

Technische Abnahme durch die Gelben Engel
Nach dem herzlichen Empfang ging es direkt in die Dokumentenabnahme. Jedes Team erhielt eine prall gefüllte, hochwertige Teilnehmertasche: Koffer, Bordbücher, detaillierte Fahrtunterlagen und alle essenziellen Informationen für die kommenden Tage lagen bereit.
Danach hieß es: Startnummern verkleben! Unser Audi 100 Coupé S bekam unsere geliebte 25 in die hinteren Seitenfenster. Bei der anschließenden technischen Abnahme prüften die Experten des ADAC akribisch, ob die automobilen Schätze bereit für die anspruchsvollen 380 Kilometer der kommenden zwei Tage waren. Das Ergebnis: Keine Probleme, alle Daumen hoch, der Technik-Kult rollt!
Einstimmung im Odenwald
Der erste Abend diente ganz dem Ankommen und dem Kennenlernen. Per Bustransfer ging es für alle Teilnehmer zu einem stimmungsvollen Welcome-Abend mitten in den Odenwald. Bei einem hervorragenden Buffet und kühlen Getränken wurden alte Freundschaften gepflegt und neue Kontakte geknüpft. Die Vorfreude auf die erste Etappe war förmlich greifbar.

Etappe 1: Kurvenparadies Odenwald und Unterfranken (Freitag, 5. Juni)
Am Freitagmorgen um exakt 09:01 Uhr fiel der Startschuss. Im präzisen Minutenabstand machte sich das Feld vom Lufthansa Hotel aus auf den Weg. Da wir mit der Startnummer 25 unterwegs waren, konnten wir das morgendliche Treiben noch ein wenig genießen, bevor auch für uns die Uhr tickte.

Die Route des ersten Tages war ein Traum für jeden Autoliebhaber. Über knapp 200 Kilometer führte uns das Bordbuch durch malerische Landschaften und geschichtsträchtige Orte:
- Erbach & Michelstadt im Odenwald: Vorbei an Fachwerkkulissen und historischen Marktplätzen.
- Bad König: Kurvige Landstraßen, die perfekt mit der Fahrcharakteristik klassischer Automobile harmonieren.

Mehr als nur Sollzeit: Der spielerische Turniersport
Wer denkt, eine Oldtimer-Rallye besteht nur aus sturem Uhrenvergleichen, wurde hier eines Besseren belehrt. Der ADAC Hessen-Thüringen setzte auf abwechslungsreichen Turniersport und liebevolle Spaßaufgaben:
- Zentimeterarbeit: Da hieß es beispielsweise, das Fahrzeug exakt 60 cm nach vorne zu bewegen, bis auf 20 cm an einen Bordstein heranzufahren oder die Stoßstange auf genau 80 cm Abstand zu einem Hindernis zu positionieren. Jeder Zentimeter Abweichung kostete wertvolle Punkte – eine perfekte Herausforderung für mich am Lenkrad und Nadin auf dem Beifahrersitz.
- Die Schnitzeljagd (Bilderrätsel): Beide Tage wurden von einer fotografischen Suchfahrt begleitet. Die Beifahrer hatten die Aufgabe, Denkmäler und historische Gebäude am Wegesrand anhand von Fotos zu identifizieren und korrekt in die Karte einzutragen. Ein Riesenspaß, der den Blick für die wunderschöne Umgebung schärfte!
Zur Mittagspause steuerte das Feld den idyllischen Golfpark Rosenhof an. Neben kulinarischer Stärkung wartete hier die nächste Spaßaufgabe: „Einlochen bzw. Putten“ auf dem Grün – allerdings ohne Auto, dafür mit dem Golfschläger.

Am Nachmittag ging es über Groß-Ostheim, das geschichtsträchtige Groß-Umstadt, das Modautal und Asbach im sanften Formationsflug zurück nach Seeheim. Ein rundum gelungener Fahrtag!

Etappe 2: Rheinhessen, das Ried und ein kulinarisches Highlight (Samstag, 6. Juni)
Um 09:30 Uhr startete das Feld am Samstag in die zweite Etappe, die uns über Reichenbach und Bensheim über den Rhein nach Rheinhessen führte. Die Landschaft präsentierte sich von ihrer schönsten Seite: weite Weinberge, sanfte Hügel und sonnendurchflutete Straßen.

Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
Das absolute Highlight: Die Laubenheimer Höhe in Mainz
Das unbestrittene Highlight der Samstagsroute war die Mittagspause im Hofgut Laubenheimer Höhe in Mainz. Dieses exklusive Premium-Restaurant liegt majestätisch auf dem höchsten Punkt über den Weinbergen und bietet einen atemberaubenden, unvergesslichen Panorama-Weitblick über das gesamte Rhein-Main-Gebiet bis hin zur Frankfurter Skyline. Die Kombination aus gehobener, regionaler Gastronomie, dem edlen Ambiente eines modernen Hofguts und dem Anblick der parkenden Oldtimer traf exakt den Kern unseres Verständnisses von exklusiver Event-Kultur.

Blick bis zur Skyline von Frankfurt
Nach diesem kulinarischen und optischen Leckerbissen führte die Strecke über Pfungstadt, wo wir uns bei einer 30-minütigen Pause ein leckeres Eis gönnten, zurück zum Basishotel.
Über die beiden Fahrtage verteilt mussten zudem insgesamt vier Wertungsprüfungen (WPs) per Lichtschranke absolviert werden. Das präzise Durchfahren der unsichtbaren Schranken im Sekundenbruchteil sorgt selbst bei der entspanntesten Youngtimer-Tour immer wieder für das nötige Kribbeln im Cockpit.

Einparken, Umparken und ab durch die Lichtschranke!
Teamgeist und ADAC-Service in Bestform: Unser fliegender Fahrzeugwechsel
Wir von German MotorKult berichten nicht nur, wir erleben. Und zur Realität unseres geliebten Hobbys gehört es nun mal, dass historische Technik ihre ganz eigenen Geschichten schreibt. Im Laufe des Samstagvormittags forderte die Mechanik unseres Audi 100 Coupé S eine ungeplante Pause ein – ein Getriebeschaden zwang uns zum Zwischenstopp am Straßenrand. Doch genau in solchen Momenten zeigt sich die herausragende Qualität einer vom ADAC Hessen-Thüringen e.V. organisierten 30. Oldtimerfahrt.

Immer zur Stelle: Der ADAC-Oldtimerservice
Wir wurden keine Sekunde alleine gelassen. Der mobile Pannenhelfer des ADAC, der permanent als Schutzengel im Feld mitfuhr, war sofort zur Stelle, untersuchte unser Coupé mit absoluter Fachkompetenz und organisierte den sicheren Abtransport für die kommenden Tage in die Werkstatt. Ein erstklassiger Support, bei dem man sich als Klassiker-Fahrer sofort perfekt aufgehoben fühlt. Ein riesiges Lob an das gesamte ADAC-Team!

Zieleinfahrt mit Audi S3 nach dem fliegenden Wechsel vom Coupe S.
Wer uns kennt, weiß jedoch: Aufgeben ist keine Option, schließlich wollten wir die Berichterstattung für euch lückenlos ins Ziel bringen! Als Automotive-Marketing-Agentur reiste MotorMarketing natürlich perfekt vorbereitet. Dank unseres mitgeführten Begleitfahrzeugs absolvierten wir pünktlich zur Mittagspause auf der wunderschönen Laubenheimer Höhe einen fliegenden Wechsel. Ab dem Mittag hieß es für Nadin und mich: Sound an im sportlichen Audi S3! So konnten wir die restliche Route nahtlos genießen, das Feld von hinten aufrollen und die multimediale Reportage bis zur Siegerehrung erfolgreich auf Schiene halten.
Der krönende Abschluss: Galaabend und Siegerehrung
Der Samstagabend im Hotel Seeheim-Jugenheim stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Feierns und Genießens unter Gleichgesinnten. Bei der feierlichen Siegerehrung wurden die herausragenden Leistungen der Teams gewürdigt. Geehrt wurden die Top 5 der Gesamtwertung, die Tagessieger sowie die besten Teams in den spezifischen Lichtschranken-Wertungsprüfungen.

Ein tolles Team: Der ADAC Hessen-Thüringen e.V.!
Danach ging das Event fließend in einen gemütlichen Abschlussabend über. Bei einem leckeren Buffet und tiefgründigen Benzingesprächen ließen die Teilnehmer die vergangenen Tage Revue passieren.
Fazit: Die ADAC Oldtimerfahrt 2026 war wieder einmal ein Paradebeispiel dafür, wie eine hochkarätige Veranstaltung aussehen muss. Perfekte Organisation, spielerische und abwechslungsreiche Aufgaben, kulinarische Highlights wie die Laubenheimer Höhe und ein unvergleichlicher Zusammenhalt unter den Fahrern. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal – dann hoffentlich wieder die vollen 380 Kilometer im Coupé!
ℹ️ Offizielle Informationen & Anmeldung
ADAC Oldtimerfahrt Hessen-Thüringen
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