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Anmut trifft Leistung und Innovation: Mit der Modellreihe Mercedes-Benz W123 schuf der Hersteller 1975 einen Klassiker auf vier Rädern, der bis heute der Inbegriff von Solidität ist. Schließlich setzte Mercedes-Benz mit seiner passiven Sicherheit ganz neue Maßstäbe in der Fahrzeugsicherheit. Auch optisch war der Klassiker ein Hingucker: verchromte Stoßstangen und eine klassisch anmutende Karosserie zogen die Blicke auf sich.

Als einer der ersten Kombis in der oberen Mittelklasse und erster Personenwagen von Mercedes-Benz, der mit einem Turbodieselmotor ausgestattet war, erfreute sich die Modellreihe großer Beliebtheit. Am 29. Januar 1976 stellte Mercedes-Benz den Viertürer des W 123 vor. Bis auf einige technische Ähnlichkeiten zum Vorgänger W 114/W 115, zeigte sich der W 123 mit einigen Neuerungen wie einem größeren Radstand und Außenabmessungen und runde Scheinwerfer. Bis zu seiner Einstellung nach 11 Jahren liefen immerhin knapp 2,7 Millionen Fahrzeuge als Limousine (W123), Coupé (C 123) oder T-Modell (S 123) vom Band.

Einzigartige Ausstattung und technische Neuerungen

Vor allem die technischen Neuerungen schlugen ein. Je nach Modell waren die Fahrzeuge mit verschiedenen Scheinwerfern ausgestattet: Breitband-Halogenscheinwerfer und Rundscheinwerfer. 1982 wurden alle Modelle mit rechteckigen Scheinwerfern, einer Zierleiste an der Armatur, Sitzen mit Stoffbezügen und mattschwarzen Lüftungsgittern ausgestattet. Eine pneumatische Leuchtweitenregulierung, serienmäßige Servolenkung, weniger Windgeräusche durch verbesserte Dachzierleisten und ausgeformte Vordersitzlehnen für mehr Kniefreiheit machten diese Modellreihe so besonders. Auch der Einbauplatz der Hirschmann-Radioantenne war eine Besonderheit der Mercedes-Benz-W123-Reihe. Bei den Dieselfahrzeugen wurde sie auf dem rechten vorderen Kotflügel montiert. Bei Fahrzeugen mit Otto-Motoren befand sich die Antenne aufgrund des elektromagnetischen Felds der Zündanlage auf linken hinteren Kotflügel. Damit zeichnet sich die Fahrzeuge auch hier durch eine gewisse Individualität aus.

Robuster Dieselmotor mit enormer Langlebigkeit

Marode Fahrzeuge der Mercedes-Benz-Reihe W123 finden sich heute kaum unter den Liebhabern dieser Modellreihe. Die Fahrzeuge, die heute noch existieren, sind meist gepflegte Liebhaberfahrzeuge, die dank einer hervorragenden Versorgung mit Ersatzteilen gut gewartet werden können. Trotzdem haben auch diese Fahrzeuge im höheren Alter etwas Pflege nötig, ohne die der Mercedes-Benz durchaus auch mal liegenbleiben kann. Ein defektes Kraftstoffpumpenrelais oder Probleme mit der Wasserpumpe sind häufige Probleme, mit denen ein Mercedes-Benz W123 im Alter zu kämpfen hat. Ein Versagen der pneumatisch betätigten Zentralverriegelung und ein unzureichender Rostschutz zählen ebenfalls zu den klassischen Problemen heutiger Mercedes-Benz W123.

Der Turbodieselmotor in einem Personenwagen war nicht der einzige Grund für die Beliebtheit der W123-Modellreihe von Mercedes-Benz. Seine Robustheit und damit enorme Langlebigkeit sind fast legendär. Dank niedriger Motorleistung bei einem großen Hubraum zeigten sich die Dieselmotoren als sehr robust.
Dementsprechend variabel ist die Preisspanne, in der die Mercedes-Benz W123 gehandelt werden. Zustand, Laufleistung und Ausstattung sind die hier die wichtigsten Faktoren der Preisgestaltung. Da eine große Anzahl dieser Fahrzeuge heute noch die Straßen bevölkern, sind die Preise recht moderat. An der Ausstattung und der Laufleistung lässt sich in der Regel nicht mehr viel ändern. Der Zustand des Fahrzeugs allerdings liegt in der Hand des Fahrzeugliebhabers. Online-Shops für Kfz-Ersatzteile und Zubehör bieten eine große Auswahl an Zubehör und Ersatzteilen für den Mercedes-Benz W123, mit denen sich der Zustand des Fahrzeugs verbessern und damit der Preis steigern lässt.

 

Bilder: Cr. Unsplash (Jack Scharpe, Markus Spiske), Ben Peschel, MotorMarketing

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