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Nuerburgring verkauft 2014 - 2

Nun ist es amtlich. Entgegen den Befürchtungen, der amerikanische Investor H.I.G. Capital würde die insolvente Nürburgring GmbH übernehmen, hat nun der mittelständische Technologie Zulieferer Capricorn das Rennen um den Ring gewonnen. Die Gläubiger der insolventen Rennstrecke in der Eifel gaben am Dienstag dem Düsseldorfer Unternehmen nach stundenlangen Verhandlungen den Vorzug vor dem Gebot des US-Finanzinvestors.

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Für rund 100 Millionen Euro wechselte der Nürburgring laut Aussagen des Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt und Sachwalter Jens Lieser den Besitzer. "Es war eine knappe Entscheidung", sagte der Sachwalter der Nürburgring GmbH, Jens Lieser in Koblenz. Von den 100.000.000 Euro sollen alleine 25 Millionen in den Ausbau des Rings investiert werden. Mit dem Entscheid für Capricon habe man sich für den Käufer mit dem besseren Konzept für Ring und Region entschieden.

300 Millionen Euro hatte das Land in den Nürburgring gesteckt

Das Land Rheinland-Pfalz hatte mehr als 300 Millionen Euro in den Ausbau des Rings in der Eifel gesteckt, um ihn zu einem Freizeitpark zu erweitern. Ein Konzept, dass nicht aufging, denn die Besucherzahlen waren zu niedrig für einen profitablen Betrieb. Als die EU-Kommission weitere Zuschüsse aus der Staatskasse unterband, ging die Nürburgring GmbH im November 2012 in die Insolvenz. Seitdem brodelte es in der Gerüchteküche rund um die “grüne Hölle”. Viele Fans hatten Angst um ihren öffentlichen Zugang zur Strecke, um die großen Rennveranstaltungen und um die Zukunft der ganzen Region.

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Geht der Rennzirkus auch für Touristenfahrer weiter?

Der neue Eigentürmer des Nürburgrings will die Motorsport-Aktivitäten an der Formel-1-Rennstrecke fortsetzen und am Rande des Areals zudem einen Technologiepark errichten. Das Unternehmen arbeitet für die Auto- und Luftfahrt-Industrie, liefert aber auch an den Motorsport. Eine perfekte Kombination auch für die Region. Ab dem 1. Januar 2015 soll der Nürburgring nun von Capricorn übernommen werden. Als ersten Schritt soll nun das unprofitable Erlebnisdorf „Grüne Hölle“ samt der Achterbahn geschlossen werden.

Nun bleibt es abzuwarten, die sich die Dinge rund um den Nürburgring weiter entwickeln. Wir alle hoffen, dass es nun langfristig profitable Lösungen für den Ring geben wird und somit die Region Eifel wieder gestärkt nach vorne schauen kann.

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Bilder im Artikel von Martin Hillmann / Von German Custompixel