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Club Rallye Taunus 2026: 12 Stunden Dauer-Konzentration im Cockpit

6. Oktober 2026·5 Min. Lesezeit·Von Michael Peschel
Weißer Porsche 911 in der Abenddämmerung neben einem Zeitkontroll-Schild mit Uhr-Symbol bei der Club Rallye Taunus 2026
Davor erschienen: der VorberichtMitfahren: Kleiner Preis vom Taunus 2026 – Die RückkehrIm Rallye-KalenderClubrallye Taunus 2026 (Kleiner Preis vom Taunus)02.10. – 03.10.2026 · Taunus / Hessen

Die Club Rallye Taunus 2026, unter Kennern der Szene nach wie vor liebevoll als Kleiner Preis vom Taunus bekannt, hat am Wochenende vom 2. bis 4. Oktober 2026 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum dieses Format eine feste Größe für passionierte Teams ist. Für German MotorKult waren Nadin & Michael Peschel von MotorMarketing im Cockpit dabei, um die Herausforderung hautnah mitzuerleben. Wer hier an den Start geht, weiß genau, was ihn erwartet: Keine gemütliche Kaffeefahrt, sondern forderndes Motorsport-Handwerk, tüftelige Kartennavigation und volle Konzentration über einen gewaltigen 12-Stunden-Rallyetag.

Silberner Oldtimer-Pkw der 1980er Jahre auf gepflastertem Parkplatz bei Rallye-Veranstaltung, im Hintergrund weitere Fahrzeuge und bemalter Straßenbaum

Start- und Zielort Bad Vilbel: Die Quellenstadt im Wetteraukreis

Als zentraler Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung diente das Dorint Parkhotel in Bad Vilbel. Die hessische Quellenstadt, weit über die Region hinaus bekannt für ihren Mineralbrunnen-Kult und die traditionsreiche Urquelle, empfing die Teilnehmer mit ganz eigenem Charme. Wer aufmerksam durch den Ort fährt, entdeckt überall im Stadtbild die liebevoll gestalteten Sprudelflaschen-Skulpturen und Brunnen-Monumente, die auf die lange Geschichte des Bad Vilbler Heil- und Mineralwassers hinweisen. Bereits am Freitagnachmittag rollte unser Team an, stellte das Fahrzeug im direkt angeschlossenen Parkhaus VILCO ab und checkte im Hotel ein, bevor es ohne Umschweife zur Dokumentenabnahme ging.

Eine gemütliche Runde: 17 Teams und eineinhalb Stunden Reglement

Das Starterfeld war mit genau 17 Teams überschaubar und angenehm persönlich besetzt. In dieser entspannten, kleinen Runde kam man schnell mit den anderen Fahrern und Beifahrern ins Gespräch. Dass sportlich und organisatorisch dennoch keine halben Sachen gemacht wurden, verdeutlichte das eineinhalb stündige Briefing am Freitagabend. Das Organisationsteam rund um Stefan Behr führte die Teilnehmer akribisch in die Besonderheiten des Reglements ein:

  • Time Controls (TC): Auf die Minute exakt definierte Sollzeiten an den Zeitkontrollen. Jede Verspätungsminute zieht 1 Strafminute nach sich, während Verfrühen mit 2 Strafminuten pro Minute geahndet wird.
  • Regularity Sections: Wertungsabschnitte mit klar festgelegtem Regularity-Start und Regularity-Ende.
  • Sollzeitprüfungen auf die Tausendstelsekunde: Exakt zwei Lichtschrankenmessungen wurden eingebaut, um am Ende Punktgleichheiten (ex-aequo) bei der Platzierung sauber aufzulösen.
  • Stumme Wächter: Wer eine versteckte Orientierungskontrolle an der Strecke übersah oder ausließ, kassierte saftige 15 Strafminuten.

Nach der intensiven Reglement-Schulung ging es nahtlos zum gemeinsamen Barbecue über. Bei leckerem Essen vom Buffet, bester Laune und ersten Benzingesprächen klang der Abend früh aus, denn am nächsten Morgen stand der Wecker auf Frühschicht.

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Zwei Moderatoren mit Mikrofonen vor einem roten Sportwagen und weiteren Fahrzeugen bei einer Veranstaltungspräsentation
Stefan Behr im Interview mit Michael Peschel zum YouTube-Video “German MotorKult TV”

Samstag: Über 360 Kilometer Herausforderung quer durch den Taunus

Am Samstagmorgen rief der Veranstalter bereits um 09:15 Uhr zum finalen Briefing. Pünktlich um 09:31 Uhr wurden die begehrten Bordbücher ausgegeben – ab diesem Moment lief die Uhr. Genau 30 Minuten blieben den Teams, um die ersten anspruchsvollen Kartenaufgaben und Skizzen des Vormittags im Kopf zu lösen, Linien zu ziehen und die Route vorzubereiten. Ab 10:01 Uhr rollten die Fahrzeuge im Minutentakt los; für das Team von German MotorKult fiel der Startschuss mit Startnummer 8 um 10:08 Uhr. Schon bei der Ausfahrt rauchten die Köpfe im Cockpit ordentlich.

Rallyefahrer studiert Streckenkarte mit Lupe im Cockpit eines roten Oldtimers während der Club Rallye Taunus
Alles im Griff: Stoppuhr, Lupe und starke Nerven waren das Handwerkszeug für 12 Stunden Cockpit-Marathon.

Insgesamt warteten über 360 Kilometer Streckenlänge an diesem einen Fahrttag auf die Old- und Youngtimer. Der Taunus bot dafür die perfekte Kulisse: Wunderschöne, kurvenreiche Landstraßen, dichte Wälder, aber eben auch ein hochkomplexes Wegenetz, das fahrerisch wie navigatorisch absolute Höchstleistung abverlangte. Was das Team von MotorMarketing erlebt hat und wie sich andere Teilnehmer unterwegs fühlten, erfahrt ihr in unserem Video auf German Motorkult TV.

YouTube

German MotorKult TV: Das Event direkt aus dem Cockpit

Erlebe die Club Rallye Taunus 2026 nicht nur im Bericht, sondern hautnah im Video-Format! Moderator Michael Peschel nimmt dich auf German MotorKult TV direkt mit ins Cockpit – mit echten 12 Stunden Rallye-Härte, kniffliger Orientierung durch den Taunus, dem Stopp an der historischen Grube Fortuna und packenden Szenen aus der Nachtetappe.

  • Cockpit-Perspektive: Pure On-Board-Atmosphäre über 360 Kilometer Fahrt
  • Echte Rallye-Härte: Zeitkontrollen, Roadbook-Navigation und Nachtetappe
  • Szene & Community: Benzingespräche und Stimmen aus Bad Vilbel
Silberner Oldtimer-Sportwagen und weitere Klassiker aufgereiht auf gepflastertem Platz zur Club Rallye Taunus
Dreh und Angelpunkt war das Dorint-Hotel in Bad Vilbel. Geplante Zielankunft: 22 Uhr!

Mittagspause im Wetzlarer Bergbau: Die historische Grube Fortuna

Zur verdienten Halbzeit steuerte das Feld die historische Grube Fortuna nahe Solms/Wetzlar an. Das ehemals bedeutende Eisenerzbergwerk – heute ein faszinierendes Besucherbergwerk und wichtiges Industriedenkmal der Region – bot eine außergewöhnliche Kulisse für den Reagrupierungs-Stopp. Um keine wertvolle Zeit zu verlieren, hatten die Teams ihre Speisen bereits im Vorfeld ausgewählt. So servierte die Gastronomie zügig, doch zum Ausruhen blieb keine Minute: Während des Essens lagen die Karten bereits wieder auf dem Tisch, um die Aufgaben der Nachmittagsetappe zu knacken und pünktlich an der Time Control auszufahren.

Teilnehmer studiert Rallyekarten und Routenunterlagen mit Streckenmaps für die Taunus-Rallye auf Holztisch
Karten, Regularities und immer mal wieder etwas lost…

Auch der Nachmittag verlangte vollen Einsatz: Kartenskizzen vergleichen, Kartenwechsel im Roadbook abgleichen, Regularities auf den Punkt fahren und den Schnitt wahren. Wer hier einmal falsch abbog, verlor im verwinkelten Streckennetz des Taunus sofort wertvolle Minuten.

Nachtetappe, Zielankunft & Top-10-Ergebnis

Nach einer überschaubaren 90-minütigen Abendpause ging die Rallye in ihre entscheidende Phase über: Die Dämmerungs- und Nachtetappe. Im Scheinwerferlicht und unter erschwerten Sichtbedingungen wurden die Navigationsaufgaben noch einmal deutlich kniffliger. Um 22:15 Uhr erreichten Nadin und Michael schließlich das Ziel am Dorint Hotel in Bad Vilbel.

Blick aus dem Cockpit eines Oldtimers bei Nachtfahrt auf beleuchteter Landstraße während der Club Rallye Taunus
Die Suche nach den “stummen Wächtern” am Wegesrand wurde in der Nacht etwas schwieriger.

Trotz einer Zehn-Minuten-Verspätung an der Ziel-Zeitkontrolle lag das Team zeitlich hervorragend im Rennen. Einzelne übersehene stumme Wächter summierten sich zwar im Ergebniskonto, doch am Ende belohnte ein fantastischer Platz in den Top Ten die intensive Arbeit und den Einsatz im Cockpit.

Ab 23:15 Uhr feierten die Teilnehmer die Siegerehrung. Anschließend wurde an der Hotelbar bis tief in die Nacht gefachsimpelt, gelacht und Anekdoten über verpasste Abzweige und knifflige Kartenstücke ausgetauscht. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen traten alle Teams die individuelle Heimreise an.

Drei Teilnehmer präsentieren eine Auszeichnung bei der Club Rallye Taunus in einem eleganten Innenraum

Rallye-Historie & Rückblick auf German MotorKult

Die Club Rallye Taunus steht ganz in der Tradition anspruchsvoller, ehrlicher Orientierungs-Veranstaltungen, wie man sie heute nur noch selten findet. Wer sich intensiv auf dieses Format vorbereiten möchte oder Einblicke in vergangene Ausgaben sucht, findet auf German MotorKult die passenden Berichte und Hintergründe:

Jetzt beim Veranstalter informieren

Veranstalter: clubrallye.de (yellowhouse32 AG / Stefan Behr)

Webseite: Hier informieren

Fazit & Ausblick

Die Club Rallye Taunus 2026 war ein echter Belastungstest für die Nerven, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird. Stefan und sein Team haben ein Event auf die Beine gestellt, das durch seine sportliche Fairness, grandiose Streckenführung und den Fokus auf echtes Fahren überzeugt. Freut euch auf die nächste Ausgabe!

Über German MotorKult

German MotorKult ist das Online-Magazin für Fans klassischer Automobile. Jede Reportage wird von Moderator Michael Peschel gestaltet, der auf YouTube German MotorKult TV direkt aus der Cockpit-Perspektive über Oldtimer-Rallyes und Youngtimer-Touren berichtet. So erleben Zuschauer die Events hautnah, mit allen Emotionen der Fahrerinnen und Fahrer. Die Berichte zeigen die Geschichten hinter den historischen Fahrzeugen und vermitteln die Leidenschaft der Szene. Jede Ausgabe ist individuell und einzigartig, perfekt abgestimmt auf das Event, die Region und die Charakteristik der Fahrzeuge.

Oldtimer-Limousine auf Landstraße unter herbstlich gefärbten Bäumen während der Club Rallye Taunus
#clubrallye.de

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