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ADAC Rheinlandfahrt 2026: Junge Fahrkultur und Traumrouten an der Mosel

21. Juli 2026·7 Min. Lesezeit·Von Michael Peschel
Youngtimer-Sportwagen mit Rallye-Startnummer vor Concorde-Überschallflugzeug auf Ausstellungsgelände
Davor erschienen: der VorberichtMitfahren: Rheinlandfahrt 2026 – Youngtimerwanderung mit dem ADAC Nordrhein rund um TrierIm Rallye-KalenderYoungtimerwanderung: Rheinlandfahrt 202616.07. – 18.07.2026 · Rheinland / ADAC Nordrhein

Vom 16. bis 18. Juli 2026 führte die Rheinlandfahrt des ADAC Nordrhein e.V. durch die malerischen Flusslandschaften der Mosel, die erhabenen Höhen der Eifel und die dichten, tiefgrünen Wälder des Hochwaldes. Dynamische Fahrfreude, historische Baukultur und geselliges Miteinander standen bei dieser exklusiven Ausfahrt im Vordergrund. Als aktive Teilnehmer im Starterfeld berichtete German MotorKult direkt aus dem Cockpit unseres Porsche 911 Carrera 2 über traumhafte Panoramen, herausfordernde Wertungsprüfungen am Wegesrand und gelebte Automobilkultur in Trier.

Mercedes-Benz Cabrio bei der Zieleinfahrt einer Oldtimer-Rallye, Zuschauer und Helfer säumen die Strecke in einem Park

Event-Überblick: Lebendige Fahrkultur an der Mosel

Die ADAC Rheinlandfahrt hat sich als festes Highlight im Kalender für Liebhaber klassischer Automobile und moderner Klassiker etabliert. Abseits von Hektik, Schotter-Rallyes oder verbissenem Kampf um Hundertstelsekunden steht hier die entspannte Ausfahrt im Mittelpunkt: flüssiges Reisen im eigenen Rhythmus, der direkte Austausch unter Gleichgesinnten und das reine Erleben regionaler Kulturgeschichte. Mit der geschichtsträchtigen Römermetropole Trier als zentraler Homebase im Hotel Park Plaza Trier bot die Veranstaltung den perfekten Rahmen für zwei unvergessliche Etappentage durch das Herz von Rheinland-Pfalz.

Roter Youngtimer-Cabrio auf Landstraße mit Baumreihe, weitere Fahrzeuge folgen bei der ADAC Rheinlandfahrt

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Historie & Hintergrund: Zwei Formate, eine gemeinsame Leidenschaft

Der ADAC Nordrhein setzt mit seinen Events seit Jahren echte Maßstäbe in der Szene, bietet dabei jedoch zwei ganz bewusst nuancierte Formate auf weitgehend identischen Traumrouten in der Region an: Während die traditionsreiche ADAC Eifelrundfahrt den klassischen Oldtimern gewidmet ist und in gewohnt würdevollem, gediegenem Rahmen stattfindet, schlägt die ADAC Rheinlandfahrt als Youngtimer-Tour eine erfrischend lebendige Brücke. Der Begriff „Youngtimer“ bezieht sich dabei nicht allein auf die Baujahre, sondern auf eine lebensfrohe, moderne Philosophie: Hier trifft sich eine enthusiastische Gemeinschaft der jüngeren Klassiker – die durchaus auch Oldtimer sein dürfen – und angehenden Oldtimer bis Baujahr 2006. Auf den abwechslungsreichen Streckenabschnitten darf das Fahren in einem wunderbar flüssigen, dynamischen Rhythmus genossen werden – unkompliziert, frisch und mit spürbarer Begeisterung für das automobile Kulturgut. Ein Format, das pure Fahrfreude versprüht und garantiert Lust aufs Mitmachen weckt! 

Mann in schwarzem Shirt präsentiert vor historischem Turm die Rheinlandfahrt auf Mosel-Routen, blaues Cabrio-Youngtimer im Vordergrund

Auf unser Videogubts auf “German MotorKult TV” auf Youtube

Donnerstag: Anreise, Abnahme und Vorfreude in Trier

Bereits am Donnerstag fiel der Startschuss zur ADAC Rheinlandfahrt in der ältesten Stadt Deutschlands. Die Homebase im Hotel Park Plaza Trier füllte sich rasch mit dem sonoren Klang klassischer Triebwerke. Bevor die Teams die ersten Kilometer unter die Räder nehmen durften, stand die technische Fahrzeugabnahme auf dem Programm. Hier prüften die Experten der GTÜ mit geschultem Auge die Verkehrssicherheit und Authentizität der teilnehmenden Klassiker und Youngtimer.

Mercedes-Benz Limousine unter rotem GTÜ-Zelt bei ADAC Veranstaltung, Teilnehmer inspizieren den Youngtimer auf dem Platz

Mit Sachverstand wurde vorab geprüft. ob die Fahrzeuge fit für die 440 km Mosel-Tour sind.

Parallel dazu lief die reibungslose Dokumentenausgabe ab, bei der die Teams ihre Fahrtunterlagen, ein detailliertes Journal und die begehrten Startnummern in Empfang nahmen. Der Veranstalter überraschte die Teilnehmer zudem mit liebevoll zusammengestellten Präsentsäckchen. Neben wertvollen Erinnerungsstücken wie dem offiziellen Event-T-Shirt und Lanyards für die Teilnehmerpässe gaben kleine Präsente der Werbepartner einen Vorgeschmack auf die sprichwörtliche Gastfreundschaft des ADAC Nordrhein. Der feierliche Begrüßungsabend im Hotel stimmte die Teams schließlich kulinarisch ein: Nach Begrüßungsworten durch Andrea Schmitz, der Vorstandsvorsitzenden des ADAC Nordrhein e.V., übernahm die Fahrtleitung das Wort. Mit Streckenbeschreibungen und ersten Anmerkungen zu den Orientierungsaufgaben stieg die Vorfreude auf den morgigen Start ins Unermessliche.

Zwei Personen sprechen an einem ADAC-Podium zur Rheinlandfahrt, dahinter Banner mit Veranstaltungslogos und Sponsoren, davor Publikum mit Bestuhlung

Andrea Schmitz und Martin Kramer begrüßten zur Rheinlandfahrt 2026

Freitag: Weinberg-Kehren, Klosterkultur & Panoramablick

Am Freitagmorgen rollten die jungen Klassiker bei idealem Tourenwetter zur ersten Tagestour aus dem Trierer Stadtkern heraus. Die Route führte das Feld unmittelbar hinein in die geschwungenen Kehren der Mittelmosel und die erhabenen Täler der Südeifel, wo historische Kulissen und fahrtechnische Überraschungen auf die Teams warteten.

Teilnehmer der Youngtimerfahrt treffen sich auf einem Marktplatz an einem historischen Brunnen, während Helfer in Warnwesten die Veranstaltung betreuen

Beweisen konnte man sich auch beim Wikingerschach.

Der erste Anlaufpunkt der Tour war die imposante Wallfahrtskirche Klausen. Seit mehr als 600 Jahren gilt Klausen als einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Region Eifel-Mosel. Das hoch aufragende Gotteshaus bot eine atemberaubende Kulisse für die ankommenden Klassiker, während die Besatzungen kurz innehalten und die besinnliche Atmosphäre dieses geschichtsträchtigen Orts aufnehmen konnten.

Oldtimer und Youngtimer stehen auf dem Innenhof eines historischen Schlosses an der Mosel zur ADAC Rheinlandfahrt

Fahrpause in herrlicher Kulisse. Parken hinter Klostermauern.

Zur ausgedehnten Mittagspause steuerte das Feld das berühmte Kloster Machern an, das idyllisch direkt am Ufer der Mosel unweit von Bernkastel-Kues liegt. Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert verzauberte nicht nur durch seine barocke Architektur und die weitläufigen Parkanlagen, sondern forderte auch das Feingefühl der Fahrer heraus.

Weißer Youngtimer-Sportwagen mit Startnummer 25 vor Schlosskulisse, zwei Teilnehmer in grünen Shirts bei der ADAC-Rheinlandfahrt

Fototermin bei Joachim am Kloster Machern. Mittagsstopp und Auszeit.

Auf dem Klostergelände wartete nach einem Fotostopp bei der Ausfahrt die erste knifflige Wertungsprüfung: Eine exakte Sollzeit von 35 Sekunden musste auf der Lichtschranken-Distanz absolviert werden – inklusive eines präzisen Einparkmanövers. Hier zeigte sich schnell, wer sein Fahrzeug zentimetergenau im Gefühl hatte.

Orangefarbener Porsche Sportwagen mit Flügeltür bei Slalom-Übung mit Pylonen auf Parkplatz umgeben von grünen Hügeln

Ein- und Ausparken in 35 Sekunden forderte auch Fingerspitzengefühl an der Stoppuhr.

Nach der Stärkung schlängelte sich das Band der Fahrzeuge weiter zur nachmittäglichen Kaffeepause in die Abtei Himmerod. Mitten in einem abgeschiedenen, tiefgrünen Tal der Südeifel gelegen, strahlt die 1134 vom heiligen Bernhard von Clairvaux gegründete Zisterzienserabtei bis heute eine tiefe Magie und Ruhe aus. Während die heißgefahrenen Motoren im Klosterhof langsam abkühlten, kamen die Teilnehmer in den Genuss eines ganz besonderen Kulturhighlights: Eine exklusive Orgelvorführung in der gewaltigen Abteikirche verlieh der Pause eine fast erhabene Note, bevor die Route zurück Richtung Trier führte.

Teilnehmer blickt von erhöhtem Standpunkt auf Moseltal mit Flussschleife, Weinbergen und Ort während Youngtimer-Tour

Foto & Rast-TIPP: Traumhafter Blick auf die Moselschleife.

Der Trier-Abend in der historischen Villa Weißhaus

Ein unvergleichliches Highlight erwartete die Teilnehmer am Freitagabend. Ein organisierter Bustransfer brachte die Teams hinauf zur traditionsreichen Villa Weißhaus. Spektakulär auf den roten Sandsteinfelsen der Weißhausser Ley oberhalb der Mosel gelegen, bot das Anwesen einen schier atemberaubenden Panoramablick über das gesamte, beleuchtete Trier, die Römerbrücke und das Moseltal. Der Abend stand ganz im Zeichen italienischer Lebensfreude: Serviert wurden feine Vorspeisen-Etagieren direkt am Tisch, gefolgt von einem reichhaltigen italienischen Buffet und hausgemachten Dessertvariationen. Ein magischer Sommerabend, der bei anregenden Gesprächen und einem phänomenalen Ausblick erst spät in der Nacht seinen Ausklang fand.

Blick auf eine Stadt an der Mosel mit Flussufern, Brücke und bewaldeten Hügeln im Hintergrund zur ADAC Rheinlandfahrt

Blick auf Trier am Freitagabend von der Villa Weißhaus aus.

Samstag: Hochwald-Romantik, Flugtechnik & Geschicklichkeit

Der zweite Fahrtag beeindruckte durch völlig neue landschaftliche Facetten. Aus den sonnenverwöhnten Steillagen des Moseltals stieg die Strecke steil auf in die kühleren, dicht bewaldeten Höhenzüge des Hochwaldes und des Hunsrücks.

Blick aus einem Oldtimer-Cabrio auf das Lenkrad und die Armaturentafel mit GPS-Navigationsgerät während einer ADAC-Veranstaltung

Roadbook oder Navigerät Fehlanzeige: Die Richtung zeigten Vierecke, Dreiecke und Kreise am Wegesrand

Den Auftakt bildete die Pause an der Moseltalhalle in Piesport. Piesport ist weltweit bekannt für seine steilen Schieferhänge wie das berühmte „Piesporter Goldtröpfchen“ und gilt als eines der ältesten Weinbaudörfer an der Mosel. Bereits die Römer erkannten die einzigartigen mikroklimatischen Bedingungen und bauten hier im großen Stil Wein an. Die Vorbeifahrt an den imposanten Felsformationen bot Fotomotive wie aus dem Bilderbuch.

Youngtimer-Fahrzeug fährt über Brücke mit Blick auf Flusstal und grüne Hügel an der Mosel

Zur Mittagspause ging es hoch hinaus in den Naturraum Hochwald nach Schillingen. Die dortige Spießbratenhalle Schillingen ist weit über die Grenzen der Region hinaus für ihre urige Gemütlichkeit und den traditionellen Hochwald-Spießbraten bekannt. Über offenem Buchenholzfeuer zubereitet, wartete auf die Fahrer und Beifahrer eine deftige, regionale Spezialität, die für die weiteren Kilometer reichlich Energie lieferte.

Viele Teilnehmer sitzen unter schwarzen Sonnenschirmen an Holztischen beim gemütlichen Treffen einer Oldtimer-Veranstaltung

Am Nachmittag wurde es für die Teams interaktiv: Die finale Wanderpause führte zur Flugausstellung P. Junior in Hermeskeil. Auf einem weitläufigen Freigelände von über 76.000 Quadratmetern präsentiert diese gewaltige Privatsammlung mehr als 100 originale Flugzeuge und Hubschrauber aus aller Welt – vom historischen Doppeldecker bis zum Überschall-Jet.

Ausgemusterter Concorde-Jet mit Gangway auf Flugplatz ausgestellt, neben kleineres Sportflugzeug

Hier wartete eine besondere Aufgabe auf die Oldtimer-Piloten: Ausgerüstet mit einem Fragebogen wandelten die Teams durch die Ausstellungshallen und über das Areal, um knifflige Detailfragen zu Luftfahrtgeschichte, Triebwerkstechnik und historischen Helikoptern zu beantworten. Eine fantastische Kombination aus automobiler Fahrkultur und Faszination für die Fliegerei!

Besucher mit Informationsmaterial vor Hubschrauber-Ausstellung auf Oldtimer-Veranstaltung

In der Flugaustellung P. Junior in Hermeskeil gab es viel zu entdecken!

Geselligkeit und spielerische Aufgaben am Wegesrand

Neben dem perfekten Navigieren nach Viereck, Dreieck und Kreis prägten vor allem die sympathischen Spiel- und Wertungsstationen den einzigartigen Charakter der Rheinlandfahrt. Ob Treffsicherheit beim Torwandschießen, feinfühlige Schätzaufgaben oder die nordisches Wikinger-Schach – die bunten Aufgaben lockerten die Etappen auf, forderten den Teamgeist in den Cockpits heraus und sorgten bei den Stopps ausnahmslos für strahlende Gesichter und reichlich Gesprächsstoff.

Teilnehmer der ADAC Rheinlandfahrt unter einem Schirm an einem Info-Stand, im Hintergrund Oldtimer-Fahrzeuge bei einer Youngtimer-Tour an der Mosel

Spielen am Wegesrand, bedeutet auch mal Schätzen, wieviel Bälle im Glas sind.

Der Festabend: Siegerehrung und Ausklang einer perfekten Tour

Nach der Rückkehr nach Trier gipfelte die Ausfahrt am Samstagabend im festlichen Dinner im Hotel Park Plaza Trier. Bei einem exzellenten Buffet, stilvollem Sektempfang und der stimmungsvollen Siegerehrung wurden die Anekdoten der vergangenen Tage noch einmal lebendig. Es wurde gelacht, fachsimpelt und bereits über die nächsten Events im ADAC Kalender gesprochen. Die ADAC Rheinlandfahrt 2026 hat einmal mehr bewiesen, wie perfekt Organisation, Kulturgenuss und die Leidenschaft für junge automobile Klassiker harmonieren können.

Mehrere Personen stoßen mit Gläsern Sekt und Wasser an, Akkreditierungen sichtbar, bei einer Veranstaltung

Was im Ziel nie fehlen darf: Der Sekt zum Anstoßen auf einen tollen, gelungenen Fahrtag!

Jetzt beim Veranstalter informieren & nennen

Veranstaltung: Rheinlandfahrt & ADAC Eifelrundfahrt

Veranstalter: ADAC Nordrhein e.V.

Website & Anmeldung: Hier anmelden

Fazit & Ausblick: Automobiler Kult an der Mosel

Die ADAC Rheinlandfahrt 2026 war ein rundum gelungenes Fest für sportive Oldtimer-Piloten und Youngtimer-Freunde. Traumhafte Routen durch das Moseltal, exzellente Gastronomie und die familiäre Atmosphäre machten diese Ausgabe unvergesslich. Wer erfrischende Fahrkultur in ihrer reinsten Form erleben möchte, sollte sich die Termine des ADAC Nordrhein für die kommende Saison fest im Kalender anstreichen! 

Plakette der ADAC Rheinlandfahrt mit blauem Oldtimer-Cabrio, historischem Gebäude und gelbem Flaggensymbol auf strukturiertem Untergrund

Beliebte Erinnerung: Die tolle Jahresplakette zur Rheinlandfahrt 2026

Über German MotorKult

German MotorKult ist das Online-Magazin für Fans klassischer Automobile. Jede Reportage wird von Moderator Michael Peschel gestaltet, der auf YouTube German MotorKult TV direkt aus dem Cockpit über Oldtimer-Rallyes und Youngtimer-Touren berichtet. Gemeinsam mit seiner Copilotin Nadin fängt er die Faszination der Strecken, die Stimmung im Feld und die Geschichten der Macher hautnah ein. Zuschauer erleben die Events direkt aus der Fahrerperspektive mit allen Emotionen, echtem Sound und technischem Tiefgang. Jede Ausgabe ist individuell auf das Event, die Region und den einzigartigen Charakter der historischen Fahrzeuge abgestimmt.

Weißer Porsche 911 mit Startnummer bei der ADAC Rheinlandfahrt, umgeben von Bannern und Besuchern auf einem Marktplatz

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